Nachhaltiger Einkauf
"Bei allem, was man tut, das Ende zu bedenken, das ist Nachhaltigkeit."
Eric Schweitzer

 

Beauty


Nachhaltiger Einkauf von Kosmetik


Das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) definiert Kosmetika als äußerlich und in der Mundhöhle anwendbar, mit dem Nutzen die Haut zu reinigen und zu pflegen und dadurch das Aussehen und den Körpergeruch zu beeinflussen. Weiterhin kann die Anwendung von Kosmetik und Pflegeprodukten zu einer Verbesserung oder zum Verschwinden von leichten dermatologischen Erkrankungen führen.
Bei der Anwendung von Kosmetikprodukten ist es wichtig, diese nach dem individuellen Hauttyp anzuwenden. Der Hauttyp kann durch eine Hautanalyse von einem Dermatologen eindeutig bestimmt werden. Bei einer Hautanalyse werden die Feuchtigkeit, der Fettgehalt und der pH-Wert der Haut gemessen sowie der Zustand der obersten Hautschicht analysiert. Dadurch kann ein individuelles Pflegekonzept entwickelt werden, um das Wirken kosmetischer Produkte zu fördern und Irretationen der Haut vorzubeugen.

Inhaltsstoffe von Kosmetik


Für die Herstellung von Kosmetik werden derzeit ca. 8000 natürliche und synthetische Inhaltstoffe verwendet. Von diesen Substanzen können einige Allergien auslösen. Dabei hängt die Anfälligkeit für Allergien vom jeweiligen Hauttyp ab, wobei vor allem Menschen mit empfindlicher Haut davon betroffen sind. Deshalb ist es ratsam, vor dem Gebrauch neuer Produkte, diese auf einer kleinen Hautfläche zu testen, bevor das Produkt großflächig angewendet wird.
Kriterien für nachhaltige Kosmetik
Um nachhaltige Kosmetikprodukte von gewöhnlichen Produkten zu unterschieden hat der Zukunftsrat Hamburg eine Klassifizierung für nachhaltige Kosmetikprodukte vorgenommen. Diese unterscheiden sich dabei von konventionellen Produkten durch die "Ökologische Verträglichkeit", d.h., dass die Kosmetikprodukte aus natürlichen und nachwachsenden Inhaltsstoffen hergestellt sind, die Produkte ökologisch unbedenklich sind und die Anwendung der Kosmetika für den täglichen Gebrauch geeignet ist. Die ökologische Verträglichkeit wird durch folgende Kriterien gewährleistet:
  • Die Herstellung der Produkte muss umweltschonend sein.
  • Kostengünstige und recyclingfähige bzw. wiederverwendbare Verpackungen werden verwendet.
  • Der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen wird realisiert und es gibt bei nachhaltigem Konsum von Kosmetika keine Tierversuche.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal von nachhaltigen Kosmetikprodukten zu konventionellen Produkten ist die sogenannte "Soziale Verantwortung". Das beinhaltet, dass die natürlichen Inhaltsstoffe aus "Fair-Trade- und Dritte-Welt-Projekten" stammen, und so ein verantwortungsvolles Handeln gewährleistet wird.


Gründe für einen nachhaltigen Konsum von Kosmetik


Obwohl es auf dem Markt viele natürliche und synthetische Inhaltstoffe gibt, forscht die Kosmetikindustrie weiter an neuen Inhaltstoffen, um die Konsumenten mit neuen Kosmetikprodukten zum Verbrauchen anzuregen. Das führt dazu, dass die Konsumenten durch die Intransparenz der Inhaltstoffe überfordert sind. Deshalb sollten die Verbraucher auf einen nachhaltigen Konsum von Kosmetik und Pflegeprodukten umsteigen, da diese Produkte aus natürlichen Inhaltstoffen hergestellt werden und so eine bessere Information über die Stoffe ermöglicht wird.
Auch ethische Gründe sollten zum nachhaltigen Konsum von Kosmetik anregen. Einer davon ist, dass an nachhaltig hergestellten Produkten keine Tierversuche durchgeführt werden. Ebenso werden bei nachhaltig hergestellten Kosmetikprodukten die Inhaltstoffe nicht aus "unfairen Handelsbedingungen ärmerer Ländern" bezogen. Wie schon erwähnt können vor allem synthetische Inhaltstoffe Allergien auslösen. Dabei muss bedacht werden, dass die Haut unser größtes und sensibelstes Sinnesorgan ist, welches es wert ist geschützt zu werden. 

 

1. Kosmetik

Es gibt zwar noch keine kussechten Bio-Lippenstifte, dafür aber jede Menge Naturkosmetik.


Tipps

  • Wählen Sie Naturkosmetik! Diese Rohstoffe fördern die Gesundheit der Haut. Haltbar gemacht werden diese Produkte durch ätherische Öle und die Vitamine E und C. Zudem werden keine Tierversuche durchgeführt. Ein konventioneller Lippenstift enthält bis zu 25 chemische Inhaltsstoffe. Dabei werden Farbstoffbausteine verwendet, die im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Konventionell hergestellte Produkte werden duch Konservierungsstoffen haltbar gemacht.
  • Achten Sie bei der Naturkosmetik auf die Siegel und Gütezeichen wie NaTrue oder BDIH.
  • In einem knallroten Lippenstift steckt der Farbstoff Karmin. Dieser wird aus den auf Kakteen gezüchteten Cochenille-Läusen gewonnen. Wollen Sie darauf verzichten, dann achten Sie auf das Siegel des Deutschen Tierschutzbundes, das Kaninchen unter der schützenden Hand.
  • Bevorzugen Sie lieber Lippenstifte mit weniger intensiven Farbtönen.
  • Nagellack aus natürlichen Rohstoffen gibt es noch nicht. Trotzdem können Sie aber "Bio-Nagellacke" bevorzugen. Sie enthalten keine der in konventionellen Lacken verwendeten, allergieauslösenden Substanzen wie Formaldehyd, Toluol und Kolophonium.

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2. Haare

Damit Ihr Haar auch noch nach Jahren schön aussieht.


Tipps

Bevorzugen Sie Bio-Shampoos- und Spülungen! Diese Produkte enthalen keine aggressiven und synthetischen Substanzen sowie künstliche Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe. Zudem enthalten sie keine Silikone. Silikone lassen die Haare schwerer werden, so dass sie schneller herunterhängen. Konventionelle Haarpflegeprodukte dürfen sich aus 8000 Substanzen und 1200 Duftstoffen zusammensetzen, bei Bioprodukten sind nur 400 Stoffe erlaubt.

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