Nachhaltiger Einkauf
"Bei allem, was man tut, das Ende zu bedenken, das ist Nachhaltigkeit."
Eric Schweitzer

 

Was verstehen wir überhaupt unter Lebensmittel?

Laut Artikel 2 der Verordnung Nr. 178/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats der Europäischen Union, sind Lebensmittel alle Stoffe oder Erzeugnisse , die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen aufgenommen werden. Zu Lebensmitteln zählen auch Getränke, Kaugummi sowie alle Stoffe – einschließlich Wasser -, die dem Lebensmittel bei seiner Herstellung oder Ver- oder Bearbeitung absichtlich zugesetzt werden. Lebensmittel sind unverzichtbar um unser Überleben und das menschliche Fortbestehen zu sichern.
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden häufig auch Genussmittel, wie Schokolade und Kaffee als Lebensmittel bezeichnet, obwohl diese für unser Überleben nicht unverzichtbar sind.
(Quelle: Artikel 2, Verordnung Nr. 178/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats der Europäischen Union)


Doch Bio ist nur der erste Schritt! → Fair Trade

In Deutschland steigt das Bewusstsein der Gesellschaft für ökologische Produkte und ökologische Produktionswege immer mehr. Der Großteil der Bevölkerung greift lieber zu Produkten die mit einem „Bio“-Siegel oder vergleichbar gekennzeichnet sind. Für dieses Qualitätszeichen sind viele bereit, auch etwas mehr zu zahlen.

Doch neben dem ökologischen Handeln, sollten auch die sozialen Aspekte des eigenen Tuns berücksichtigt werden. Auch auf den fairen Handel der Produkte sollte als Konsument geachtet werden. Denn Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur an die Umwelt zu denken, sondern auch an die Menschen die darin leben.

Vor allem Genussmittel wie Kaffee, Tee oder Schokolade stammen häufig aus weiter Ferne, da nur dort die klimatischen und geographischen Bedingungen gegeben sind. Länder in Mittel- und Südamerika, Afrika und Asien sind häufig Hersteller und Exporteur dieser Genussmittel. Der Energieaufwand für die Lagerung sowie den Transport der Produkte, trägt erheblich zum Klimawandel bei.

Das Geld, welches wir in den nahegelegenen Supermärkten für solche Produkte bezahlen fließt jedoch nur in nicht nennenswert winzigen Beträgen an die Arbeiter in Afrika, Asien und Südamerika zurück. Darüber hinaus sind die Arbeitsbedingungen in solchen Gebieten sehr fragwürdig. Für schwere körperliche Arbeit werden nur Hungerlöhne bezahlt, die den Menschen ein überleben kaum ermöglichen. Gesundheitlich werden die Arbeiter schwersten Gefahren ausgesetzt, durch den ständigen Einsatz von fragwürdigen Pflanzenschutzmitteln, die ebenso eine Gefahr für die Umwelt darstellen.

Lösung für geschildertes Problem, ist der faire Handel. Bauern und Arbeitern in sogenannten Dritte-Welt-Ländern, wird so eine menschenwürdige Existenz gesichert. Mindestlöhne werden garantiert, damit der Lebensunterhalt der Arbeiter, die medizinische Versorgung sowie die schulische Ausbildung der Kinder, gesichert werden können. Weitere Informationen zum FairTrade-Label finden sie unter Erzeugnisse → Lebensmittel → Gütesiegel



Lebensmittel

1.Obst   5. Fertiggerichte   9. Gewürze   13. Soja & Milchersatzprodukte
             
2. Gemüse   6. Fisch   10. Milchprodukte   14. Schokolade
             
3. Babykost   7. Fleisch   11. Müsli & Getreide   15. Tiefkühlprodukte
             
4. Backwaren   8. Geflügel   12. Reis & Nudeln   16. Gentechnik
             
            17. Pestizide in Lebensmittel




1.Obst

Obst macht nicht nur gesund, sondern auch fit, schön und schlank! Das Angebot an Obst und Gemüse ist heute unüberschaubar. Im Supermarkt oder auf dem Markt bekommt man zu jeder Zeit Obst und Gemüse auch außerhalb der Saison. Zum Vorteil einerseits, da es damit für Sie einfacher ist auch im Winter Obst und Gemüse einzukaufen. Andererseits zum Nachteil, da viel Obst und Gemüse tausende Kilometer Transportwege hinter sich haben, woduch die Qualität nicht besser wird. Die Anbauarten, zum Beispiel der Einsatz von Chemie, aus fremden Ländern sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Tipps

  • Bevorzugen Sie heimische Sorten! Insbesondere, wenn das Produkt derzeit Saison hat, denn dann können lange Transportwege vermieden werden und das Produkt ist frisch im Regal oder auf dem Markt.
  • Saisonale Produkten aus der Region haben, aufgrund der kurzen Transportwege und der kurzen Lagerung einen deutlich höheren Vitamingehalt.
  • Achten Sie auf die Frische der Ware. Das Produkt sollte dabei möglichst knackig aussehen. Lassen Sie sich aber vom Äußeren nicht täuschen! Oft werden hochglänzende Äpfel mit Wachszusätzen glänzend gemacht.
  • Lassen Sie sich Zeit beim Auswählen der Ware. Wenn Sie im "Vorbeigehen" einkaufen werden Sie höchstwahrscheinlich daheim enttäuscht sein, weil es nicht schmeckt oder vielleicht nicht mehr so frisch ist.
  • Bevorzugen Sie regionale Hofläden oder Wochenmärkte. Dort verkaufen oft auch Bauern aus der Region ihre Ware, meist auch Biobauern. Diese Produkte sind garantiert weniger mit Schadstoffen belastet, als jene die von Übersee oder von weit her kommen. Kaufen Sie daher lieber Äpfel aus der Region, als Äpfel aus Argentinien oder Kartoffeln aus Ägypten. Das bringt nicht nur der Umwelt weniger Belastung, sondern bringt vor allem Ihrer Gesundheit viel mehr.
  • Bevorzugen Sie Bioware! Achten Sie dabei auf das Bio-Zeichen.
  • Sparen beim Essen bedeutet immer Qualitätsverlust! Preisknüller sind großteils Produkte, die oft von weit her kommen oder schon lange auf Lager liegen. Beides büßt an Qualität.
  • Achtung: Oft sind verpackte Gemüseprodukte bereits vorgekocht oder chemisch behandelt!
  • Eßfertiger Salat im Supermarkt ist keine Alternative zu frischen Salat. Eßfertiger Salat wird lange bevor Sie ihn essen zerteilt. Dabei gehen wichtige Vitamine verloren.

  • An apple a day, keeps the doctor away Das Sprichwort aus dem Volkmund hat nach neuesten Erkenntnissen offensichtlich recht und soll angeblich sogar das Darmkrebsrisiko reduzieren. Der aid informiert über die positive Wirkung von Äpfeln.
    Hier mehr dazu.
Gemüsesaisonkalender
Der Gemüsesaisonkalender gibt Ihnen einen Überblick, zu welcher Zeit heimisches Gemüse geerntet wird. Geanu dann ist die jeweilige Gemüsesorte besonders frisch und vitaminreich.
Saisontabelle Obst



2. Gemüse

Gemüse hält gesund und Gemüse macht fit. Es enthält wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die Ihr Körper jeden Tag benötigt. Für das Gemüse gelten dieselben Tipps wie für das Obst. Saisontabelle Gemüse
Quelle: www.issgesund.at/gesundessen/gemuese/

Weitere Informationen
- www.biobox.at
- www.lebegesund.de
- de-de.facebook.com/issgesund



3. Babykost

Tipps

  • Wo bio draufsteht, muss nicht unbedingt bio drin sein. Werden Rohstoffe aus "streng kontrolliertem Vertragsanbau“ eingesetzt, so bedeutet dies nicht dass die Rohstoffe „aus kontrolliert ökologischem Landbau“ stammen, wie es bei Alete der Fall ist. Beim Bio-Gemüse und Obst dürfen im Gegensatz zum kontrollierten Landbau keine Pestizide gespritzt werden. Achten Sie auch bei Hipp Gläschen und Säften auf das blaue Hipp-Bio-Siegel, wenn der Inhalt „aus kontrolliert ökologischem Landbau“ stammt. Der Hinweis „Ohne Kristallzuckerzusatz“ auf der Packung, bedeutet nicht, dass kein Zucker enthalten ist. Auch Saccharose, Glucose, Fructose oder Honig sind Zuckerarten.
  • Klicken Sie hier um zu erfahren, welche Babymilchprodukte mit und ohne Gentechnik hergestellt werden.
  • Hipp ist der Marktführer und größter Bio-Verarbeiter Europas. Die Marke Alete von Nestlé ist die Nummer Zwei.
  • Wo früher „Rindfleisch mit Kartoffeln und Gemüse“ stand, lesen Sie heute: Karotten mit Reis und Bio-Pute.
  • Babybrei sollte maximal fünf Zutaten enthalten (Gemüse, Kartoffeln, Fleisch, etwas Fruchtsaft, Butter oder Öl). Der feine Geschmackssinn von Babys sollte nicht überreizt werden.
Vorteile beim selbst hergestellten Brei:
  • Das Obst wird, im Gegensatz zu gekauften Gläschen, nur einmal pasteurisiert, da es nicht zusätzlich haltbar gemacht werden muss.
  • Heimische Äpfel müssen nur zerdrückt und nicht erhitzt werden.
  • Der Energieaufwand ist wesentlich geringer.
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4. Backwaren

Tipps

  • Bio-Bäcker verzichten im Gegensatz zum konventionellen Bäcker auf synthetische oder gentechnisch hergestellte Backtriebmittel, Zusatzstoffe wie Enzyme, chemische Backhilfen oder Farb- und Konservierungsstoffe.
  • Leider steht „Vollkorn“ nicht immer für „Vollwert“ und schon gar nicht für „Bio-Vollwert“. Kaufen Sie daher Ihr Brot in Bio-Bäckereien oder im Bio-Laden.
  • Vollkornbrot bewahrt alle Bestandteile des vollen Getreidekorns: Keimling, Mehlkörper und Randschichten. Es enthält viele Vitamine, Mineralien, ungesättigte Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe.
  • Achten Sie auf das Gütesiegel. Verlässlich für Bio-Brot sind etwa die Gütesiegel „Bio-Siegel“, „Bioland“ und „Demeter“.
  • Verwenden Sie beim Selbstbacken statt herkömmlicher Hefe Bio-Backhefe. Sie ist weniger triebstark als konventionelle Hefe.
  • Die Anbauweise ist besonders umweltfreundlich, schützt Trinkwasser, Boden und Klima und vermeidet Rückstände von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln.
  • Ökologischer Landbau schützt seltene Pflanzen und Tiere und erhöht die Aktivität der Bodenlebewesen. Er vermindert den Energieverbrauch und schont Rohstoffreserven.

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5. Fertiggerichte

Tipps

    • Auch bei Bio-Fertiggerichten gibt es das „Zwei-Klassen-Bio“. In Gerichten, die nur das EU-Bio-Siegel tragen, dürfen mehr Zusatzstoffe stecken als in denen, die zusätzlich das Siegel der Anbauverbände von Bioland und Demeter tragen.

    • Ab und zu auf Bio-Fertiggerichte zurückzugreifen ist in Ordnung. Es sollte allerdings nicht zur Regel werden. 80 Prozent der 20- bis 35-Jährigen wissen nicht mehr, wie Kochen funktioniert. • Achten Sie darauf, dass die verwendeten Zutaten aus ökologischem Anbau stammen.

    • Geschmacksverstärker, Farb- und Konservierungsstoffe sowie künstliche Aromen sind bei Bio-Fertiggerichten nicht erlaubt. Folgende Zusatzstoffe dürfen allerdings auch für Bio-Fertiggerichte verwendet werden: pflanzliche Verdickungsmittel dazu gehören Agar-Agar, Johannisbrotkernmehl, Pektin, Calciumcarbonat E 170, Magnesiumcarbonat E 504, Vitamin C, Zitronensäure, native Stärke, Quellstärke und Hefeextrakt.

    • Bio-Fertiggerichte sind immer noch umweltfreundlicher als konventionelle Angebote. Denn was aus ökologischem Anbau stammt, ist ohne künstliche Hilfsmittel und Pestizide herangewachsen und hat dafür meist weniger fossile Energie benötigt.

    • Verzehren Sie nur selten Tiefkühlgerichte. Sie unterliegen einem hohen Energieaufwand. Was ist "Convenience Food"?

    • gekühlte Fertigprodukte (so genanntes „Chilled Food“, z. B. Fertigsalate, frische Pasta, Sandwiches und sogenannte Smoothies (frisch gepresste Säfte mit Fruchtbestandteilen).

    • Tiefkühlkost (Pizza)

    • Nassfertigprodukte (z. B. Schalenfertiggerichte und Suppen) • Trockenprodukte (Getreidepfannen ).

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6. Fisch

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt umweltbewussten Verbraucherinnen und Verbrauchern weniger Fisch, Fleisch, Milch und andere tierische Lebensmittel zu kaufen. Statt Billigfleisch von Discountern, das auf Kosten der Entwicklungsländer und des Regenwaldes produziert wird, wirbt der BUND für Qualitätsprodukte aus ökologischer Erzeugung.
Laut einer Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen sind 52 Prozent der Fischbestände weltweit bis an ihre biologischen Grenzen überfischt. Nur einzelne Fischsorten können Sie heute noch ohne schlechtes Gewissen kaufen.
Dazu zählen:

  • Alaska Seelachs (wild/ aus dem Pazifik)
  • Seelachs (wild/ aus der Nordsee)
  • Eismeergarnelen (wild/ aus dem Nordost- und Nordwest-Atlantik)
  • Hering (wild/ aus dem Nordost-Atlantik)
  • Biolachs (aus Zucht)
  • Lachs (aus dem Pazifik)
  • Zander (wild/ aus Westeuropäischen Beständen)
Verzehren Sie nur selten Fisch
Viele noch immer zulässige Fang- und Zuchtmethoden richten Umweltschäden an und schaden dem ökologischen Gleichgewicht der Meere. Besonders schwerwiegend ist die Beifang-Problematik. Für ein Kilogramm Nordseekrabben müssen Sie neun Kilogramm Beifang einkalkulieren. So genannte „Bodensitzer-Fische“ wie der Seeteufel werden oft mit Netzen gefangen, die den Meeresboden schleifen und so schwere Umweltschäden anrichten. Diese Fischarten sind überfischt oder Fang und Zucht belasten die Natur stark
  • Dornhai/Schillerlocke (wild/ aus dem Nordost-Nordwest-Atlantik)
  • Shrimps (wild oder Zucht/ aus den Tropen)
  • Rotbarsch (Wild/ aus dem Nordostatlantik)
  • Haie (wild/ aus weltweiten Beständen)
  • Lachs (Zucht/ aus Chile)
  • Thunfisch (wild/ weltweit)
Was beim Fleisch gilt, gilt auch beim Fisch: Wengier ist mehr! Dies entlastet nicht nur die Umwelt, sondern auch unnötiges Tierleiden! Beim Fischen werden oft rabiate Fangmethoden eingesetzt, welches folgende Whisleblower-Video (YouTube DirektLink) zeigt. Hier zeigt sich auch der wahre Preis für eine Dose Thunfisch, die im Supermarkt (leider) nur weniger als einen Euro kostet.
Alles wird gefangen, Rifffische, Mantarochen, Delphine, Schwertfische, Wale. Gefangen wird mit Ringwadennetzen und sogenannten Fischsammlern (Fish Aggregation Devices, FAD). Fischsammler täuschen Schutz vor und ziehen so Fische und Meereslebewesen aller Art an. Dabei gehen auch junge Thunfische ins Netz – zu jung, um sich schon vermehrt zu haben. So werden die Bestände weiter verringert.
Laut Meeresbiologin Iris Menn gehören Dosen zum Billigpreis nicht ins Regal. Dabei kann jeder seinen Beitrag zum Schutz der Fische leisten: „Lassen Sie die Dose beim nächsten Einkauf liegen!“
Mehr Infos finden Sie bei Greenpeace.

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7. Fleisch

Ein fleischloser Tag mehr pro Woche ist gesund und gut für die Umwelt. Besonders Schweine und Rinder werden für die Fleischzucht mit Soja gefüttert. Die Produktion der Futtermittel für die Tiere benötigt sehr große Flächen, die somit nicht für andere landwirtschaftliche Produkte genutzt werden können.
Allein für die Fleisch- und Milchproduktion werden pro Bundesbürger im Ausland knapp 340 Quadratmeter Sojaplantagen beansprucht. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden durch-schnittlich über 900 Gramm, je Kilo Schweinefleisch etwa 540 Gramm Sojaschrot eingesetzt. Zur Erzeu¬gung von einem Liter Milch werden im Durchschnitt 50 Gramm Sojafutter verwendet. Jeden Tag Fleisch zu jeder Mahlzeit bedeutet aus ökologischer Sicht also einen enormen Ressourcenverbrauch!

Tipps

• Produkte von Wiederkäuern belasten das Klima stärker als alle anderen Nahrungsmittel. Rinderbraten ist das klimaschädlichste Essen: 100 Mal schlechter als eine vergleichbare Portion Gemüse. Methan, das Gas, das entsteht, wenn Kühe, Schafe und Ziegen wiederkäuen, ist 20 bis 25 Mal klimawirksamer als Kohlendioxid. Laut Öko-Institut heizt ein Kilo Rindfleisch die Atmosphäre so stark auf wie zwölf Kilogramm Kohlendioxid. • Weniger ist mehr! 60 Kilogramm Fleisch und Wurst isst jeder Bundesbürger im Jahr. Gesünder wäre laut Ernährungswissenschaftlern ein Verzehr von 15 bis 30 Kilo. Seit 1950 hat sich die weltweite Fleischproduktion verfünffacht und glaubt man den Prognosen, wird sich diese bis 2050 noch verdoppeln. Die Produktion solcher Fleischberge ist alles andere als nachhaltig und stellt eine enorme Belastung für Klima und Umwelt da. Dass der Fleischverzehr rapide angestiegen ist, liegt auch daran, dass der tägliche Fleischverzehr immer billiger wurde. Produktionsbedingungen wie billiger Zugang zu Energie und Wasser machten dies möglich. Ein Prozess der mit den wachsenden Bedrohungen durch den Klimawandel längst an seine Grenzen gelangt ist. In Deutschland wird ein Drittel der landwirtschaftlichen Flächen für den Futteranbau genutzt. Zu wenig um den Hunger aller Tiere zu stillen, weshalb große Mengen an Futter vor allem aus Übersee importiert werden müssen. • Wenn schon Fleisch auf den Teller muss, dann kaufen Sie besser frisches als verarbeitete Produkte wie Wurst. Die Klimabilanz eines Lebensmittels ist umso schlechter, je mehr Verarbeitungsschritte bis zum Verkauf nötig sind. Wurst verursacht mehr CO2 als rohes Fleisch. • Weniger Fleisch auf dem Speiseplan ist gesünder für einen selbst – und die eigene Klimabilanz. Lange Zeit gab es Fleisch nur an Sonntagen oder zu besonderen Feiertagen – ein Brauch, der dringend reif für ein Revival ist! • Gutes Bio-Fleisch hat seinen Preis, ist aber jeden Cent davon Wert. Bio-Fleisch stammt von Tieren, die artgerecht aufgezogen, gefüttert und schonend geschlachtet wurden. • Kaufen Sie nur Fleisch aus Ihrer Region oder der Metzgerei Ihres Vertrauens. • Vermeiden Sie, den Kauf von billigem, abgepacktem Fleisch aus dem Supermarkt. Es stammt mit größter Wahrscheinlichkeit aus Massentierhaltung, die für jede Art von Lebewesen in höchstem Maße unnatürlich, umwelt- und gesundheitsschädlich und daher abzulehnen ist. Hier gelangen Sie direkt zum Online-Shop: - http://www.windeln.de/biobaby/ - http://www.stuempflhof-shop.de/ - http://gourmet.ladenzeile.de/demeter-wurst/ - http://bringmirbio.de/shop/brot-kaese-wurst - http://www.natur.com/sortiment/Wurst%20Fisch--256380

8. Geflügel

Beim Geflügel gelten dieselben Hinweise wie auch bei Fisch und Fleisch. Weniger ist mehr! Sollten Sie sich dennoch auf ein Geflügel entscheiden so achten Sie auf die drei D´s. Weitere Informationen bezüglich den drei D´s finden Sie hier (http://www.deutsches-gefluegel.de/einkauf/deutsche-herkunft/). Beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um Bioprodukte handelt. Für weitere Informationen klicken Sie hier (http://www.zdg-online.de/)

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9. Gewürze

Warum Salz nicht gleich Salz ist und wie Sie unnötige Pestizidbelastung beim Würzen vermeiden, das verrät Ihnen Utopia im Einkaufshelfer "Gewürze".

Tipps

  • Kaufen Sie Gewürze aus Bio-Anbau ein. Sie enthalten im Gegensatz zu konventionellen Gewürze keine chemischen Spritzmittelrückstände und werden von unabhängigen Stellen auch auf Schwermetall- und Radioaktivitätsbelastung sowie mikrobielle Rückstände getestet.
  • Bio-Gewürze werden nicht gentechnisch behandelt und dürfen zur Haltbarmachung nicht bestrahlt werden – also mit Elektronen-, Gamma- oder Röntgenstrahlen behandelt oder begast werden.
  • Konventionelle Salze werden oft einer Reihe chemischer Prozesse unterzogen: Chemische Trennmittel halten es trocken und rieselfähig (E 538 Calciumferrocyanid oder E 536 Natriumferrocyanid), Bleichmittel machen es reinweiß.



10. Milchprodukte

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: »Die Regenwaldzerstörung, die daraus resultierenden sozialen Konflikte und der Klimawandel erfordern einen Kurswechsel. Statt die Agrarproduktion weiter anzukurbeln, muss die Milch- und Fleischmenge dringend an den Bedarf der europäischen Verbraucher angepasst werden. Mehr Milch auf den Markt zu bringen, ist ökologisch und sozial unverantwortlich. Die Politik muss endlich ambitionierte Klimaziele auch für die Landwirtschaft vorgeben. Mehr Klimaschutz ist aber nur mit weniger Tierhaltung zu machen. Dazu muss die Zahl der gehaltenen Tiere an die Flächen des jeweiligen Hofes gebunden werden.«
Nutztierhaltung hat einen erheblichen Einfluss auf das Klima. Ökologische Tierhaltung ist zumindest etwas klimafreundlicher: Biobauern setzen für Futtermittel weder mineralische Stickstoffdünger ein, noch importiertes Kraftfutter.

Tipps

  • Achten Sie auf die Gütezeichen! Nur so können Sie sicher sein, dass die Milch nicht gentechnisch verändert ist. Auch die Codenummer der jeweiligen Öko-Kontrollstelle auf der Milchverpackung (z.B. „DE-0XX-Öko-Kontrollstelle“) ist ein deutlicher Hinweis auf die ökologische Herkunft der Produkte.
  • Beachte: Bio-Milch ist nicht immer Frischmilch!
  • In der Regel wird Biomilch mit dem sechseckigen Bio-Siegel verkauft. Im Bio-Supermarkt oder im Bio-Laden gibt es Produkte mit darüber hinaus gehenden Standards und das Sortiment bietet mehr: etwa nicht-homogenisierte Frischmilch von nicht enthornten Kühen.
  • Achten Sie bei Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) auf laktosefreie Milch. Im Vergleich zu pflanzlichen Milchdrinks (Soja, Hafer, Reis) besitzen sie ein natürliches Kalziumgehalt.
  • Bevorzugen Sie Bio-Käse! Verzichten Sie auf “Industriekäse”, denn es ist ein Massenprodukt ohne viel Geschmack, dafür mit vielen Zusatzstoffen!
  • Zubereitungsfertiger Reibekäse entpuppt sich bei Tests häufig als regelrechte Keimschleuder. Kaufen Sie lieber Käse am Stück.
  • Achten Sie auch bei Joghurt auf die empfohlenen Gütezeichen. Nur so können Sie sicher sein, dass die Milch, die verwendeten Joghurtkulturen und andere Zusätze nicht gentechnisch verändert sind.
  • Kaufen Sie keine Milchprodukte mit dem Hinweis „wärmebehandelt“ – vor allem, wenn Sie das „Frische“ an Joghurts lieben oder etwas für Ihre Gesundheit tun wollen. Sie wurden erhitzt, um sie lange haltbar zu machen. Wärmebehandelter Joghurt enthält keine wertvollen lebenden Kulturen mehr.
  • Milch für Bio-Joghurt in Demeter-Qualität wird generell nicht homogenisiert. Nicht alle Bio-Molkereien verzichten allerdings auf das Homogenisieren der Milch, das ein Aufrahmen während der Fermentation verhindern soll. Ausgeschlossen ist dagegen die konservierende Wärmebehandlung - etwa die Erhitzung des fertigen Joghurts auf über 50 Grad Celsius, bei der in herkömmlichen Produkten wertvolle B-Vitamine zerstört und die Mehrzahl der Milchsäurebakterien abgetötet werden.
  • Weniger ist mehr! Milchprodukte verursachen aufgrund der hohen Verzehrmenge einen erheblichen Teil der ernährungsbedingten Treibhausgase.
  • Bio-Milch muss nach den Vorschriften der Öko-Verordnung erzeugt werden. Sie schreibt beispielsweise eine artgerechte Tierhaltung ebenso wie gentechnikfreie Futtermittel vor.
  • Bio-Milch enthält mehr ungesättigte Omega-3-Fettsäuren als herkömmliche Milch.
  • Schon eine Scheibe Hartkäse am Tag reicht aus, um den Calcium-Tagesbedarf zu decken. Spitzenreiter sind Sorten wie Parmesan oder Emmentaler. Gouda hat zwar eine appetitliche gelbe Farbe, hat dies aber den Farbstoffen Annato, Bixin oder Beta-Carotin zu verdanken.
  • Bei der biologischen Käseproduktion werden weder gentechnologisch gewonnenes Lab noch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) eingesetzt.
  • Achten Sie auf die Art der Verpackung. Fast alle Bio-Molkereien bieten Joghurt in Mehrweg-Gläsern an. Eine Ausnahme sind Becher, die zu 80 Prozent aus Pappe bestehen, nur mit einer dünnen Plastikschicht überzogen sind und einen Aluminiumdeckel besitzen. Es entfällt der energieaufwendige Rücktransport sowie die umweltbelastende Reinigung der Gläser.
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11. Müsli & Getreide

Laut Statistik kaufen immerhin 20 Prozent aller Deutschen über 14 Jahren einmal pro Monat Müsli oder andere Mischungen mit Getreide.

Tipps

  • Nicht überall wo bio drauf steht ist auch bio drin. Vergewissern Sie sich mit dem Gütesiegel.
  • Müslis aus den Bio- und Naturkostläden können nicht mit den Müslis aus Supermärkten verglichen werden.
  • Achten Sie auf die Angaben, wie Frucht- oder Flockenanteile und Nährwertangaben, auf den Packungen, damit aus dem Müsli keine Mogelpackung wird.
  • Bevorzugen Sie das Basismüsli. Im Vergleich zu Fertigmischungen können Sie hier selbst bestimmen, mit welchen Zutaten Sie Hafer-, Gersten- oder Weizenflocken, mit Obst, Naturjoghurt und Honig, kombinieren.
Geheimtipp: Bircher-Müsli selbstgemacht. Sahne, Milch, Rosinen, Zucker, Joghurt und Haferflocken in einem Topf vermengen und mit geschlossenem Deckel über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag gewürfeltes Obst und Zitronensaft hinzugeben und in Müslischalen servieren.

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12. Reis & Nudeln

Bei Bio-Nudeln und Bio-Reis stammt das Getreide aus kontrolliert-biologischem Anbau ohne Gentechnik und ohne den Einsatz von Pestiziden und anorganischem Dünger. Und falls bei Nudeln Eier enthalten sind, stammen diese von artgerecht gehaltenen Hühnern.

Tipps

  • Bevorzugen Sie Bio und Fairtrade! Sie kommen der Umwelt und den Produzenten zugute und sind gentechnikfrei. In „konventionellen“ Nudeln können gentechnisch verwendete Zutaten enthalten sein, z. B. in Form von Sojamehl, Aromen, Geschmacksstoffen oder Enzymen (sogenannte „Lipasen“ sollen Qualitätsschwankungen von Weizen ausgleichen, das Aussehen der Nudeln verbessern und das Zusammenkleben nach zu langem Kochen verhindern). Bei Eiernudeln kann es auch das Trockeneiweiß oder Trockeneigelb sein.
  • Achten Sie auf die Gütesiegel! Bio-Pasta muss nicht automatisch Vollkornnudeln heißen. Übrigens: Auch helle Pasta gibt es in hervorragender Bio-Qualität.
  • Achten Sie auf wenig Verpackung. Reis muss nicht in Folie und Pappkarton verpackt sein.
  • Informieren Sie sich, welche Lebensmittelproduzenten auf Gentechnik verzichten: www.transgen.de (von der Verbraucherinitiative e.V.) und www.de.einkaufsnetz.org (von Greenpeace).
  • In Nudelfabriken werden Nudeln in drei bis vier Stunden getrocknet, bei Temperaturen bis 130 Grad. Bio-Nudel-Hersteller arbeiten z.B. energiesparender und mit viel geringeren Temperaturen.
  • „Methan“: Reis ist nicht nur „Weltnahrungsmittel“, sondern gehört - fast unglaublich, aber wahr leider auch zu den Klimakillern. Nach Schätzungen des Weltklimarats (IPCC) zählt der Reisanbau zu den Hauptgründen für steigende Emissionen von Methan – das als Treibhausgas 21-mal wirkungsvoller ist als Kohlendioxid.
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13. Soja & Milchersatzprodukte

"Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern, wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung“ – eine Erkenntnis von Nobelpreisträger Albert Einstein, der der Umwelt zuliebe fleischlos lebte.


Tipps

  • Achten Sie auf Bio-Qualität und entsprechende Siegel! So können Sie sicher sein, gentechnikfreie Ware aus nachhaltigem Anbau zu kaufen.
  • Soja in kleinen Mengen verzehren, da durch deren Anbau enorm viel Regenwald abgeholzt wird. Allein in Brasilien wird für den deutschen Mischfutterbedarf jährlich Regenwald in der Größe von Schleswig-Holstein plus Thüringen abgeholzt.
  • Vorsicht! Produkte, wie Milch, Käse oder Fleisch von Tieren, die gentechnisch verändertes Tierfutter erhalten haben, müssen nicht gekennzeichnet werden – eine ziemlich große Lücke in der EU-Kennzeichnungsregelung!
Beliebte Fleischersatzprodukte:
  • Tofu: Tofu hat einen eher neutralen Eigengeschmack und ist deshalb extrem vielseitig zu würzen und zu verarbeiten.
  • Seitan: Seitan hat mit rund 25 Prozent einen höheren Eiweißgehalt als ein Rinderfilet.
  • Tempeh: Tempeh ist frei von Cholesterin, fettarm und enthält hochwertiges Eiweiß.
  • Lopino – auch „Tofu des Nordens“ genannt. Wird aus der heimischen gelben Süsslupine gewonnen wird. Somit entfallen energie-intensive Überseetransporte.
  • TVP steht als Abkürzung für „textured vegetable protein“. Es wird aus Soja hergestellt.
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14. Schokolade

Geringe Bezahlung, schlechte soziale Bedingungen und ökologischer Raubbau an der Natur - Rohstoffe für Knabberkram sind oft typische Kolonialprodukte. Eine Ausnahme machen nur Produkte, die fair gehandelt werden.

Tipps

  • Greifen Sie zur „Bio-Tafel“ oder einer Schokolade aus fairem Handel! So macht Schokolade noch viel glücklicher – auch andere!
  • Erst die Zutatenliste lesen, dann genießen. Denn: Das „Reinheitsgebot“ für Schokolade ist vor einiger Zeit gefallen. Viele Geschmacksrichtungen werden mit einem Cocktail aus künstlichen Aromen gestylt.
  • Konventionelle Produkte: Rohstoffe aus konventionellem Anbau werden regelmäßig mit Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden bespritzt werden – und zwar oftmals mit bei uns schon lange verbotenen Substanzen. Als Schutz vor Insektenfraß und -befall werden diese Rohstoffe während der Lagerzeit, zum Beispiel mit Methylbromid begast. Herkömmliche Schokoladen enthalten außerdem Lecithin als Emulgator, Industriezucker und je nach Sorte weitere konventionelle Zutaten.
  • Biologische Produkte: Dabei werden Rohstoffe aus kontrolliert-biologischem Anbau verwendet. Der Kakao stammt in der Regel aus fairem Handel. Dass Aromen beigemischt werden ist eher selten, jedoch wird Bio-Bourbon-Vanille beigemischt, in manchen Sorten ist Vollrohr- statt Weißzucker. Die Bio-Schokolade enthält teilweise Lecithin. Die meisten kommen ohne Emulgatoren aus, also auch ohne Sojalecithin.


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15. Tiefkühlprodukte

Tiefkühlprodukte sind nicht umweltfreundlich! Sie verbrauchen 4-mal so viel Energie wie frische Ware.

Tipps

  • Achte auf auf Bio-Qualität und Gütesiegel!
  • Je weniger verarbeitet ein Tiefkühlprodukt ist, desto besser ist die Energiebilanz. Für Tiefkühlgemüse wird weniger Energie verbraucht als für eine Tiefkühlpizza.
  • Beim Transport die Kühlkette nicht unterbrechen. Nehmen Sie für den Einkauf eine Kühl- oder Isoliertasche, aus umweltfreundlichem HD- oder LD-Polyäthylen, mit.
  • Kaufen Sie nicht jedesmal beim Supermarkt eine neue Tüte! Dies schon die Umwelt.
  • Tiefkühlprodukte nicht zu lange lagern, denn je länger sie gelagert werden, desto mehr Strom verbrauchen sie. Ein Gefrierschrank mit Energieeffizienzklasse A++ braucht bis zu 45 Prozent weniger Strom als ein Gerät der Klasse A. Die Lagerung bei Minusgraden schlägt sich mit einer Menge CO2 auf das Klimakonto nieder – im Durchschnitt 2000 g CO2-Emissionen pro Kilogramm Lebensmittel. Tiefkühlfleisch verursacht dagegen deutlich mehr CO2 als Tiefkühlgemüse (6.000 g / 400 g).
Quellen: www.utopia.de/produktguide/alle-einkaufstipps



16. Gentechnik

Im Gentechnik-Ratgeber „Milch für Kinder“ bewertet Greenpeace verschiedene Produkte. Hipp und Humana werden dabei als führend bei gentechnikfreier Babymilchnahrung ausgezeichnet. Nestlé und Milupa dagegen verwenden Genpflanzen für die Fütterung der Tiere. Für nähere Informationen klicken Sie auf das Bild.

Bei Schul- und Trinkmilch führen Landliebe und Ehrmann/Saliter mit der Schulmilch Creck. Im folgenden Video (Gentechnik - Erfolge aus 30 Jahren) können Sie sich von Landliebe überzeugen. Hersteller wie Vogtlandmilch, welcher die Schulmilchmarke Joe Clever produziert gab Greenpeace keine Angaben. Neben Vogtlandmilch gilt der Einsatz von Gen-Pflanzen auch bei Milch von Bärenmarke von Hochwald und Weihenstephan von Müllermilch als sehr wahrscheinlich. Bevorzugen Sie deshalb Bioprodukte. Sie werden ohne Gentechnik im Tierfutter hergestellt! Um sich von gentechnikfreien Lebensmitteln zu überzeugen, schauen Sie den Videospot Essen ohne Gentechnik an.

Für eine Bewertung der Kindermilch einzelner Marken klicken Sie hier Kindermilch - Bewertung. Für Kontaktdaten klicken Sie hier Schulmilchkontakt - Einzugsgebiet
Quelle: www.greenpeace.de
Hier einige Hinweise, worauf Verbraucher in Deutschland achten sollten: Gen-Food in Deutschland

Gen-Leinsamen

  • Illegale Gen-Leinsamen in Lebensmitteln
  • Immer noch illegaler Gen-Leinsamen in Supermärkten
  • Informationspolitik der Behörden zum Gen-Leinsamen skandalös
  • Leinsamenskandal: Händler und Hersteller reagieren auf Greenpeace-Tests
  • Greenpeace weist nach: Illegaler Gen-Leinsamen in Brötchen und Müsli
  • Recherchen belegen gentechnische Verunreinigungen von Maissaatgut

Gen-Reis
  • Mitmachen: Stoppen Sie Gen-Reis von Bayer
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17. Pestizide in Lebensmittel

Schön aussehendes Obst und Gemüse muss nicht immer gesund sein. Meistens verdanken sie dieses Aussehen unnötigen Pestiziden und Düngemitteln. Besonders davon belastet sind Tomaten, Erdbeeren oder Paprika. Hier (Pestizide - Erfolge aus 30 Jahren) erhalten Sie nähere Informationen.

Quelle: www.greenpeace.de

Mehr Informatinen unter:
www.fuereinebesserewelt.info
Unser täglich Brot - Blick in die perverse Welt der industriellen Nahrungsmittelprodukt
www.einkaufen-im-hegau.de
www.herrmannsdorfer.de

Trinken




1. Wasser

Die Anforderungen an das Leitungswasser in Deutschland sind enorm hoch und garantieren eine hohe Qualität. Leitungswasser in Deutschland ist gleichzusetzen mit Trinkwasser. Wer also auf lästiges Kistenschleppen verzichten will, kann gerne auf das Wasser aus der Leitung zurückgreifen. Dadurch werden ebenfalls lange Transportwege vermieden. Informieren sie sich bei ihrem jeweiligen lokalen Anbieter wie es um die Wasserqualität in ihrer Region bestellt ist.

www.test-wasser.de/

Tipps
  • Bevorzugen Sie Mineralwasser aus der Region. Dadurch vermeiden Sie unnötig lange Transportwege und belasten somit weniger die Umwelt.
  • Wählen Sie Mehrwegflaschen aus Glas. Sie können bis zu 50-mal wiederverwendet werden, eine PET-Mehrwegflasche nur bis zu 25-mal. Mehrwegflaschen sind somit die umweltfreundlichsten Getränkeverpackungen, da durch sie weniger Abfall entsorgt werden muss. Gleichzeitig werden weniger Rohstoffe zur Herstellung neuer Flaschen benötigt. Die Mehrwegflaschen werden gründlich gesäubert und können dann wiederbefüllt werden.
  • Vermeiden Sie PET-Flaschen. Sie stehen im Verdacht, die transportierten Flüssigkeiten durch Weichmacher zu belasten

2. Säfte & Limonaden

Mit fast 100 Litern Saft und Limonade im Jahr löscht der Durchschnittsdeutsche seinen Durst. Ein Blick auf die Zutatenliste ist oft weniger erfrischend: Unmengen von Zucker, künstliche Farb- und Aromastoffe und Vitaminzusätze aus dem Gen-Labor.

Tipps

  • Kaufe Direktsäfte aus Bio- oder Fair-Trade-Handel! Am Besten aus regionalen Früchten. Sie garantieren kurze Transportwege.
  • Vermeide Säfte aus Fruchtsaft-Konzentrat! Die verwendeten Früchte werden meist stark mit Insektiziden, Fungiziden und Wachstumsregulatoren behandelt. Für eine höhere Saftausbeute werden dabei auch gentechnisch veränderte Enzyme eingesetzt. Beim Abfüller wird – oft nach langen Transportwegen – das Konzentrat mit Wasser rückverdünnt, Aromastoffe werden zugegeben. Oft wird Fruchtfleisch zugesetzt, um den Eindruck zu erwecken, es handele sich um naturtrüben Saft mit vielen Inhaltsstoffen. Werden auch Vitamine zugesetzt, sind diese oft mithilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt.
  • Besser naturtrüb als klar! Viele „normale“ Fruchtsäfte werden mit Gelatine und Enzymen behandelt, damit sie völlig klar werden.
  • Kaufe Apfelsaft von Streuobstwiesen. Sie gehören zu den artenreichen Lebensräumen.
  • Bei Bio-Limos wird statt einfachem Wasser fast ausschließlich echtes Mineralwasser verwendet.
  • Kaufe Glasflaschen und Mehrwegkästen bzw. recyclebare Pfandflaschen!
Hier gelangen Sie direkt zum Online-Shop:
- http://bringmirbio.de/shop/getraenke

3. Kaffee

Tipps

  • Kaufen Sie Kaffee aus fairem Handel und achten Sie auf die Gütesiegel, wie Bio-Siegel, Bioland, Demeter, Naturland, Fairtrade, Bird Friendly, Rainforest Alliance, UTZ Certified und 4C-Common Code for the Coffee Company.
  • Achten Sie auf Langzeitröstung!Guter Kaffee wird zwischen 15 und 18 Minuten bei etwa 180 Grad Celsius geröstet. Schonend behandelter Kaffee ist außerdem meist ergiebiger.
  • Dunkel gerösteter Kaffee enthält weniger Acrylamid als helle Röstungen. Acrylamid steigert das Krebsrisiko.
  • Kaufen Sie ganze Bohnen. Auf diese Weise können Sie die Qualität der Bohnen besser erkennen. Frische Bohnen glänzen und schimmern bläulich-grünlich.
  • Trinken Sie Kaffee am liebsten „entkoffeiniert“, dann wählen Sie Bio-Produkte. Bio-Kaffee wird nicht mit gesundheitsschädlichen Lösungsmitteln wie Dichlormethan, das als krebserregend gilt oder Ethylacetat das Koffein entzogen.
  • Wählen Sie Kaffee mit wenig Verpackung. Das schon die Umwelt.
  • Naturkostfirmen bieten Kaffee aus kontrolliert ökologischem Anbau an. Synthetische Dünger und Pestizide sind streng verboten.
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4. Wein & Spirituosen

Biowinzer hegen das Bodenleben und zerstören es nicht durch Gifte und schwere Maschinen. Bioweinberge erkennen Sie am Grün zwischen den Reben: Oft stehen Rosenstöcke am Zeilenanfang als Frühwarnsysteme für Pilzbefall.

Tipps

  • Wein darf nur unter Kontrolle eines staatlich autorisierten Instituts als Biowein gehandelt werden. Dessen Kontrollnummer auf dem Etikett ist obligatorisch: Auf einer deutschen Bioweinflasche steht etwa „de-039-öko-kontrollstelle“ oder „A-T-01-BIO“ auf einer aus Österreich.
  • Achten Sie auf Siegel wie Ecovin. Somit leisten Sie einen Beitrag zum Schutz der Umwelt.
  • Auch bei Bio-Wein, Sekt oder Champagner wird zum Haltbarmachen Schwefel zugesetzt und seit 2006 findet man die Aufschrift „Enthält Sulfite“ auch hier auf den Etiketten. Ökowinzer setzen jedoch höchstens zwei Drittel der gesetzlich erlaubten Mengen ein!
  • Ein Weinetikett mit Biosiegel garantiert die Einhaltung ökologischer Richtlinien.
  • Deutsche Bioweine, also auch Sekt und Champagner erkennen Sie am Ecovin-Zeichen, dem Siegel des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau. Das Ecovin-Zeichen wird vom Bundesverband ökologischer Weinbau vergeben – wenn der gesamte Betrieb komplett auf ökologische Wirtschaftsweise umgestellt ist. In Deutschland werden verschiedene Qualitätsstufen unterschieden:
  • Tafelwein
    Sie müssen von einer zugelassenen Rebsorte stammen.
  • Landwein
    Bezeichnet eine gehobenere Qualtät. Er darf ausschließlich aus Trauben der Region gekeltert werden, die als Herkunft angegeben sind.
  • Qualitätswein
    Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (QbA) müssen von Trauben aus dem angegeben Anbaugebiet stammen. Qualitätswein wird einer amtlichen Prüfung unterzogen und bekommt danach eine Prüfnummer aufs Etikett.

  • Prädikatswein
    Sie müssen teils schon im Anbau zur amtlichen Kontrolle angemeldet sein und unterliegen Normen wie bestimmten Mindestmostgewichten und festgelegten Terminen für den Lesebeginn. Zuckerzusatz ist für alle verboten.

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5. Bier & Mixgetränke

Tipps

  • Bio-Bierbrauer verzichten, im Gegensatz zu konventionellem Bier, Hopfen und Malz mit Schwefel zu konservieren und verarbeiten nur pestizidfrei angebaute, nicht-genmanipulierte, naturbelassene Zutaten.
  • Kaufen Sie Bio-Bier aus der Region, das umweltgerecht in Mehrwegflaschen abgefüllt ist.
  • Vermeiden Sie Bier in Dosen!
  • Das Deutsche Reinheitsgebot schließt den Einsatz der Grünen Gentechnik bei den Brauzutaten aus. Ausländisches Bier dagegen kann aus gentechnisch veränderten Zutaten gebraut sein. Die US-Biermarke „Budweiser“ machte Schlagzeilen, als Greenpeace nachweisen konnte, dass das Bier aus gentechnisch verändertem Mais gebraut wird.
  • Bio-Brauereien verwenden nur unbehandeltes Wasser oder Quellwasser, die einzig erlaubte Veränderung ist eine Wasserenthärtung mit Kalkmilch. Konventionelle Brauereien entsalzen das Brauwasser mithilfe von Ionenaustauschern und Aktivkohle.
  • Bio-Bierbrauer fühlen sich der Urform des Reinheitsgebots von 1516 verpflichtet und verwenden keine Zusatzstoffe.
  • Bio-Bier wird schonender gebraut und meist kaum oder gar nicht gefiltert. So bleiben Inhaltsstoffe und Geschmack besser erhalten, auch wenn sich dadurch die Haltbarkeit auf vier bis sechs Monate reduziert. Für den Anbau der verwendeten Getreide werden keine synthetischen Pflanzenschutzmittel oder Mineralstickstoffdünger eingesetzt.

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