Nachhaltiger Einkauf

Dämmstoffe

Das Prinzip der niedrigen Energieleitfähigkeit ist alt. Schon seit Jahrtausenden nutzen Menschen bei der Isolierung der Gebäude das Wissen, dass eine ruhende Luftschicht die Wärmeleitfähigkeit minimiert. Durch diese Möglichkeiten erhoffen sich Bauherren Einsparungen bei den Energiekosten. Durch eine ausreichende Dämmung wird  ein angenehmes Raumklima sowohl im Sommer als auch im Winter geschaffen. Die Wärmedämmung sollte aber nicht nur auf Energieeffizienz untersucht werden, sondern auch auf ökologisch und gesundheitlich relevante Eigenschaften.

Dämmstoffe

Welche Möglichkeiten es in Bezug auf die Dämmstoffe gibt, wird im Folgenden erläutert:

Organische Dämmstoffe

Natürliche, organische Fasern, also aus nachwachsenden Rohstoffen auf Grundlage von Zellulose, Holz, Schafwolle, Baumwolle, Kokos, Flachs oder Hanf weisen eine geringe Wärmeleitfähigkeit auf. Diese Werte entsprechen denen konventioneller Materialen. Allerdings muss hierbei beachtet werden, dass bei diesen Materialen in der Regel Biozide zu Vermeidung von Ungezieferbefall und Flammschutzmittel aus Brandschutzgründen verwendet werden. Diese Behandlung zur langfristigen Verwendbarkeit führt zu einer Erschwerung bei der Wiederverwertung oder der Entsorgung.

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Mineralische Dämmstoffe

Diese Dämmstoffe bestehen aus künstlich mineralischen Stoffen. Dazu gehören Mineralwolle wie Stein- oder Glaswolle und geschäumtes Glas. Diese anorganischen Stoffe setzten früher Faserstäube frei, die krebserzeugendes Potential aufwiesen. Glas- und Steinwolle, die vor 1996 eingebaut wurde, wird als krebsverdächtig eingestuft. Die heutigen Materialien sind allerdings frei von diesem Krebsverdacht. Beim Einbau sollte trotz allem auf eine staubarme Arbeitsweise geachtet werden und mit Schutzhandschuhen, Schutzmaske und Schutzbrille gearbeitet werden.

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Dämmstoffe mit zellulärer Struktur

Perlite, Blähton, Calciumsilikat-Platten und Schaumglas zählen zu den mineralischen Schäumen. Unter stofflichen Gesichtspunkten sind diese Materialien unproblematisch. Bei der Anwendungsmöglichkeit müssen allerdings auf die mechanischen Eigenschaften und die daraus folgende spezielle Verarbeitung beachtet werden.

Zu den künstlichen organischen Dämmstoffen zählen Polyäthylen, Polystyrol, Neopor oder Polyurethan. Aufgrund ihrer Brennbarkeit müssen hier Flammschutzmittel eingerichtet werden. Hierbei kommen häufig brom-organische Verbindungen mit Dioxinbildungspotential im Brandfall zum Einsatz. Diese sollten keine Stoffe mit Ozonabbaupotential und hohem Treibhauspotential aufweisen. Es werden allerdings bei einigen Dämmstoffprodukten immer noch derartige Treibmittel verwendet.

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Abschließend lässt sich hervorheben, dass die Entscheidung beim Anwender verbleibt. Es sollten allerdings beim Kauf nicht nur wirtschaftliche und technische Aspekte im Vordergrund stehen. Vielmehr sollte auch Acht auf Arbeits-, Verbraucher- und Umweltschutz gelegt werden. Neben dem Einbau sollten auch Lebensdauer und anschließendes Recycling bedacht werden.

Quelle:
http://www.baunetzwissen.de/standardartikel/Nachhaltig-Bauen-Waermedaemmstoffe_682729.html 12.02.2015

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