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Alternative Ernährungsformen

Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, sich bewusst, gesund und vor allem vegetarisch zu ernähren. Daraus hat sich ein regelrechter Trend entwickelt. Die Gründe dafür sind dabei so vielseitig wie die Kritik der Fleisch essenden Gegner. Es können moralische aber auch gesundheitliche Aspekte oder ökologische Überlegungen eine Rolle spielen.

Vegetarische Ernährung – Die Besseresser
Begriffsklärung Vegetarier: Ein Vegetarier ist ein Mensch, der sich komplett fleischlos ernährt. Er bevorzugt überwiegend pflanzliche Lebensmittel, wie Obst, Gemüse und Getreide. Zudem nehmen sie auch Milch, Milchprodukte, Eier und Honig zu sich.

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Mittlerweile gibt es viele verschiedene Formen des Vegetarismus, im Folgenden werden einige Formen der vegetarischen Ernährung vorgestellt. Die sogenannten ovo-lakto-vegetabilen Vegetarier verzichten auf Fleisch und Fisch, essen aber Milch, Milchprodukte und Eier. Die lakto-vegetabilen Vegetarier hingegen verzichten auf Fleisch, Fisch und Eier, nehmen aber Milch und die Erzeugnisse daraus zu sich. Die ovo-vegetabilen Vegetarier essen kein Fleisch und keine Milchprodukte, konsumieren aber Eier. Alle Formen des Vegetarismus haben gemeinsam, dass sie auf Fleisch, Wurstwaren und Fisch vollständig verzichten.

Eine weitere Ausprägung stellen die Veganer dar, diese verzichten ganz auf tierische Produkte, d. h. Fleisch, Gelatine, Milch, Milchprodukte, Eier und Honig. Aber auch auf Leder, Schafwolle und Daunen.

Allein die Deutschen essen knapp 60 Kilogramm Wurst und Fleisch pro Kopf und Jahr, in den USA sind es noch einmal 30 Kilogramm mehr.  In fast allen Kulturkreisen wurde tierische Kost mit Wohlstand gleichgesetzt, inzwischen wird die Zahl der Verweigerer immer größer. Weniger Fleisch zu essen, ist nicht nur eine gesund Ernährung, sondern schont auch die Umwelt.

Tierisches Eiweiß versus pflanzliches Eiweiß
Generell wird tierisches Eiweiß als höherwertig gegenüber pflanzlichen Proteinen eingeschätzt. Der Grund dafür liegt in der besseren Verwertbarkeit des tierischen Eiweißes. Allerdings ist diese Annahme heute umstritten, da es bei der Zusammensetzung von Proteinen in erster Linie auf die vorhandenen Aminosäuren ankommt. Diese sind in pflanzlichem Eiweiß ebenso vollständig enthalten wie in tierischen Proteinen. Durch eine Kombination von Eiern, Molkereiprodukten und pflanzlichen Lebensmitteln – wie etwa Kartoffeln und Quark oder Ei und Soja – werden wir mit Eiweißen versorgt, die in ihrer Verwertbarkeit nicht nur dem Fleisch ähnlich, sondern ihm sogar überlegen sind. Unser Stoffwechsel kann sie noch leichter verarbeiten. Pflanzliches Protein aus Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen, Linsen) bietet auch seine Vorteile gegenüber dem tierischen Eiweiß. Nicht nur, dass die ballaststoffreiche Kost aus Hülsenfrüchten nebenbei gut sättigt. Auch die Hinweise, dass eine Nahrung mit viel tierischem Eiweiß das Krebsrisiko und die Sterblichkeit erhöht, mehren sich. Zudem können Hülsenfrüchte die Cholesterinwerte im Blut verbessern. Je niedriger dieser Zuckerwert, desto besser ist die Insulinempfindlichkeit – ein Effekt, der aber nicht nur für Diabetes-Patienten interessant ist.

Quelle: Alternative Ernährungsformen; 16.05.2014
http://www.lebensmittellexikon.de/v0001000.php
http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/vegetarismus-brauchen-wir-eigentlich-noch-fleisch-a-871217.html

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