Nachhaltiger Einkauf

Fleisch

Ein großer Aspekt zum Thema Nachhaltiges Fleisch ist die Ökobilanz von Fleisch. Wer diese nachvollziehen möchte, muss die CO2-Ausstöße nachvollziehen, welche durch den Transport von Futtermitteln und durch den Transport der Tiere verursacht werden. Die günstigen Futtermittel stammen meist aus großen Soja-Monokulturen beispielsweise aus Lateinamerika und werden in die Mastbetriebe weltweit transportiert. Auch die Wege von den Mastbetrieben zu den jeweiligen Schlachthöfen können weitere mehrere hundert Kilometer betragen. Aus diesem Grund haben Bio-Verbände strenge, aber verpflichtende Richtlinien für ihre Mitglieder eingeführt, die ein gewisses Maß an Regionalität zugunsten der Ökobilanz gewährleisten sollen.

Bei Fleisch mit einem entsprechenden Bio-Siegel dürfen bis zu 50 Prozent der Futtermittel aus ökologischer Erzeugung zugekauft werden, dies gilt auch für Importware.

Dies ist auch in den Richtlinien der Ökoverbände erlaubt, jedoch nicht aus den so genannten Dritte-Welt-Ländern. Außerdem müssen 50 Prozent der Futtermittel aus eigenem Anbau stammen. Naturland und Biopark verbieten den Einsatz von Soja als Futtermittel. Bei dem Verband Neuland müssen die Futtermittel zu 100 Prozent aus heimischer Produktion bezogen werden. Die Regelungen im konventionellen Anbau sind weniger streng, was jedoch nicht automatisch bedeutet, dass die Qualität darunter leidet. Auch viele landwirtschaftliche Kleinbetriebe in ganz Deutschland, ob Bio oder konventionell, vermarkten in ihrer Region nachhaltig Produziertes Fleisch von hoher Qualität.

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Quelle: https://pixabay.com/

Auch die Artgerechte Tierhaltung spielt bei der Frage ob Nachhaltig eine große Rolle. Je besser die Haltungsbedingungen, desto weniger anfällig sind die Tiere für Verletzungen oder Krankheiten. Bei den Bio Verbänden sind bestimmte Flächen geregelt, auch die Weidehaltung im Sommer. Im konventionellen Bereich gibt es keine Vorschriften bezüglich dem Platz im Stall. Auch der Auslauf ist nicht vorgeschrieben. Mastschweinen im konventionellen Bereich steht im Vergleich zur Bio Aufzucht weniger Platz zur Verfügung. Auch die Spaltenböden sind geregelt. In der konventionellen Mast gibt es keine Richtlinien zu unkomfortablen Spaltböden, während im Bio-Bereich mindestens 50 Prozent mit natürlicher Einstreu bedeckt sein müssen. Neuland verbietet Spaltböden sogar komplett. Auch schmerzhafte Eingriffe mit dem Ziel, die Verletzungsgefahren der Tiere zu verringern sind im Bio-Bereich und bei Neuland verboten.

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