Nachhaltiger Einkauf

Verbrauchersiegel

Verantwortungsbewusst Einkaufen – ein Leitfaden für Lebensmittel-Siegel

Das Verbrauchsverhalten der Konsumenten hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Nachhaltigkeit, Herkunft und Umweltbewusstsein werden immer wichtiger. Doch im alltäglichen Leben fühlt  sich der Konsument oft hilflos, da sich die Anzahl der Lebensmittel-Siegel  stets erhöht. Die Käufer nehmen zwar die verschiedenen Siegel wahr, trotzdem ist  meist nicht klar, was die einzelnen Siegel bedeuten. Ein Problem dabei ist, dass die jeweiligen Institutionen zwar hervorragende Leistungen in ihrem jeweiligen Bereich vollbringen, aber leider wird das nicht bei allen Siegeln nach außen kommuniziert.

Im folgenden  Leitfaden sind die gängigsten Siegel beschrieben, um zukünftig genauer über die Produkte zu informieren und so bewusst auf Nachhaltigkeit und die Umwelt aufmerksam zu machen. Zu jedem Siegel gibt es eine Erläuterung und weitere Informationen über die Richtlinien, Kriterien  und Erwerbsmöglichkeiten.

Für weitere Informationen, klicken Sie auf den Link unter dem jeweiligen Siegel, Sie werden dann direkt auf die Homepage weitergeleitet.


bioland

Bildquelle: DIE ZEIT Nr. 38 (11.09.2014)

Bioland e.V. ist mit ca. 6000 Erzeugerbetrieben, darunter auch aus den Branchen der Gärtner, Imker und Winzer und ca. 1000 Partnern aus dem Bereich des Handels, darunter z.B. Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie, der größte ökologische Anbauverband in Deutschland.

Das Kernziel dieses Verbandes ist es, durch hohe Standards und Richtlinien die ökologischen sowie ökonomischen Bedingungen zu verbessern, die Förderung der Artenvielfalt zu sichern, sowie aktiver Klima- und Umweltschutz.

Die Wirtschaftsweise der Bioland-Betriebe basiert auf einer Kreislaufwirtschaft, das bedeutet, dass beim Herstellungsprozess vollständig auf synthetische Pestizide und chemisch-synthetische Stickstoffdünger verzichtet wird. Außerdem steht auch die artgerechte Tierhaltung im Fokus. Basis für das erfolgreiche Konzept des Anbauverbandes sind faire Partnerschaften zwischen Landwirten, Herstellern und Händlern.

Bioland e.V. legt viel Wert auf Regionalität. Nur Erzeugerbetriebe in Deutschland und Südtirol werden mit dem Bioland-Siegel ausgezeichnet. Bioland-Produkte können deutschlandweit bei den Erzeugern direkt, in Hofläden oder auf Wochenmärkten erworben werden. http://www.bioland.de/start.html


Demeter

Bildquelle: DIE ZEIT Nr. 38 (11.09.2014)

Der Demeter e.V. ist ein Verband, der sich auf die „biologisch-dynamische Landwirtschaft“ spezialisiert hat. Demeter gehört mit seinen ca. 1500 Mitgliedsbetrieben in Deutschland zu den wichtigsten Anbauverbänden in diesem Land.

Durch diesen Zusammenschluss und das Anwenden eines gemeinsamen Verfahrens wird die Umwelt nachhaltig geschützt. Die biologisch-dynamische Anbauweise gilt als nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung. Bei diesem Anbauverfahren verpflichten sich die Mitglieder bestimmte Präparate aus Heilkräutern, Mineralien und Kuhdung in den Produktionsprozess mit einfließen zu lassen. Mit dieser Maßnahme kann die Humusschicht in der Erde kontinuierlich wachsen, was einen bedeutenden Effekt für den Klimaschutz hat, da im Humus große Mengen an Kohlendioxid gebunden werden können, was dem Treibhauseffekt entgegenwirkt. Um den hohen Standard der Demeter Richtlinien zu erfüllen, werden die Betriebe jährlich auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft. Zusätzlich findet bei den Erzeugerbetrieben mindestens einmal pro Jahr ein Betriebsentwicklungsgespräch statt, bei dem positive Entwicklungen, Chancen und Probleme besprochen und Lösungsansätze entwickelt werden.

Die Produkte, die das Demeter-Siegel tragen, werden in allen gängigen Bioläden, Reformhäusern, Bio-Supermärkten sowie in Hofläden oder auf Wochenmärkten angeboten. http://www.demeter.de/verbraucher/ueber-uns/richtlinien


ecoland

Bildquelle: DIE ZEIT Nr. 38 (11.09.2014)

Ecoland wurde 1997 von hohenloher Bio-Bauern mit dem Ziel gegründet, einen ökologischen Anbauverband zu schaffen. Im Fokus stehen Natur- und Umweltschutz, der Erhalt der Kulturlandschaft und die Stärkung des ländlichen Raumes.

Von Anfang an standen Praxisbezug und der Dialog mit den Bauern im Vordergrund. Zu den Aufgaben gehören die fachliche Beratung und Betreuung auf der Grundlage der Ecoland-Richtlinien und der EU-Öko-Verordnung. Weiterbildung und der Austausch von Erfahrungen und Werte sind weitere wichtige Bestandteile. Ecoland trägt zur Förderung des Ökolandbaus bei, indem sie gezielte Verbrauchsaufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Vertretung der agrarpolitischen Interessen im Ökolandbau betreiben.

Die Produkte von Ecoland sind im gehobenen und qualitätsorientierten Lebensmittelhandel, sowie bei zahlreichen Handelspartner, wie zum Beispiel Heimatsmühle, Ecoland Herbs&Spices und Hofläden erhältlich. http://www.ecoland.de/


ecovin

Bildquelle: DIE ZEIT Nr. 38 (11.09.2014)

Der ECOVIN Bundesverband Ökologischer Weinbau e.V. ist ein Zusammenschluss von mehr als 214 ökologisch arbeitenden Winzer in Deutschland. Mit den ECOVIN Richtlinien werden ökologische Weinbaugebiete gesichert.

Die Richtlinien beeinflussen den kompletten Produktionskreislauf und beinhalten unter anderem den Ressourcenschutz, das bedeutet die Herstellung ohne Kunstdünger oder chemische Substanzen. Des Weiteren wird vollständig auf Gentechnik verzichtet. Durch die Reduktion des Energieverbrauchs und der Emission innerhalb des Produktionskreislaufes wird der Klimaschutz ebenfalls gefördert. Durch laufende und strenge Kontrollen der Anbaugebiete wird somit ein besseres ökologisches Gleichgewicht gesichert, natürliche Ressourcen geschützt und die Umwelt geschont.

Die Produkte mit dem ECOVIN-Siegel sind direkt bei zahlreichen Winzern zu erhalten. Außerdem werden die Produkte über Fachhändler deutschlandweit vertrieben. http://www.ecovin.de/


oekolandbau

Bildquelle: DIE ZEIT Nr. 38 (11.09.2014)

Das EU-Bio-Siegel wurde 2012 eingeführt und ersetzt das bekannte deutsche Biosiegel mit den sechs Ecken. Das Siegel wurde bereits an über 68.000 Lebensmittel vergeben.

Trotz der Aktualisierung des Siegels verwenden die Hersteller dennoch weiterhin gerne zusätzlich das alte Bio-Siegel, da es einen enormen Bekanntheitsgrad besitzt. Mit dem EU-Bio-Siegel dürfen nur Produkte ausgezeichnet werden, die aus ökologischer Landwirtschaft stammen, außerdem müssen auch die Erzeuger, Verarbeiter und alle anderen, die am Produktionsprozess beteiligt sind, die Kriterien für ökologischen Landbau erfüllen.

Durch strenge Richtlinien und Kriterien wird eine hohe Qualität des ökologischen Landbaus gefördert. Die Kriterien des EU-Bio-Siegels beinhalten den Schutz der Artenvielfalt und den Tierschutz, durch weniger belastende Anbau- und Haltungsmethoden. Beim Anbauverfahren steht die Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt. Beim Prozess des Anbaus muss grundsätzlich auf Stickstoffdünger oder chemisch-synthetische Pestizide verzichtet werden. Des Weiteren ist der Gebrauch von Gentechnik untersagt.

Die Produkte mit dem EU-Bio-Siegel gibt es bei zahlreichen deutschen Handelsketten, Supermärkten und Reformhäuser. Außerdem werden die Produkte in Bäckereien und Cafés angeboten. https://www.oekolandbau.de/bio-siegel/


fairglobe

Bildquelle: Utopia Magazin (02.04.2015)

Das Fairglobe Siegel wurde im Jahr 2006 von dem Handelsunternehmen Lidl eingeführt. Mit diesem Programm bietet Lidl den Kunden die Möglichkeit, Fairtrade zertifizierte Produkte unter der Eigenmarke Fairglobe zu erwerben. Bei der Einführung der Fairglobe Produkte wurde bewusst auf die Zusammenarbeit mit Fairtrade gesetzt. Durch diese Zusammenarbeit entsteht zwischen dem Handelsunternehmen und den Lieferanten sowie den Anbaubetrieben eine langjährige Partnerschaft.

Die Richtlinien von Fairtrade beinhalten laufende Kontrollen der Erzeuger, dazu gehören zum Beispiel das Gebrauchsverbot von Pestiziden, Chemikalien und gentechnisch veränderten Saaten, sowie zahlreiche soziale Richtlinien, wie zum Beispiel das Verbot für Zwangs- und Kinderarbeit, was eine Ausbeutung in den Herkunftsländern erschwert. Mit dem Angebot von Fairglobe Produkten fördert Lidl das öffentliche Bewusstsein für nachhaltig hergestellte Produkte aus Entwicklungsländern.

Die Fairglobe Produkte können in nahezu allen Lidl Handelsunternehmen europaweit erworben werden.http://www.lidl.de/de/fairglobe/b1621


fairtrade

Bildquelle: Utopia Magazin (02.04.2015)

Das Fairtrade-Siegel zeichnet Produkte aus, bei denen mindestens 20 Prozent der Zutaten Transfair zertifiziert sind. Das Siegel ist sowohl ein Sozial- als auch ein Produktsiegel. Neben einem festen Einkommen für die Erzeuger beinhaltet es auch feste Prämien für Gemeinschaftsprojekte.

Fairtrade hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gleichgewicht im weltweiten Handel zu erhöhen, es werden deshalb Bauern und Arbeiter in Entwicklungsländer unterstützt. Diese Unterstützung erfolgt unter anderem durch feste Abnahmeverträge, festgelegte Mindestpreise und Unterstützung für nachhaltigen Anbau. Durch laufende Kontrollen der Erzeuger und Händler werden diese hohen Standards gehalten, dazu gehören zum Beispiel das Gebrauchsverbot von Pestiziden, Chemikalien und gentechnisch veränderten Saaten. Bei Einhalten dieser Richtlinien werden den Erzeugern Fairtrade-Prämien zum Aufbau von Infrastruktur, wie zum Beispiel Brunnen oder Schulen, vergeben. Dieses Prämiensystem fördert die Ökonomie und die Ökologie. Durch die Dokumentation der Herkunft der Rohstoffe wird  eine Ausbeutung somit erschwert, ebenso besteht ein Verbot für Zwangs- und Kinderarbeit und Diskriminierung.

Die Fairtrade Produkte sind in allen gängigen Supermärkten, Drogeriemärkten und Kaufhäusern erhältlich. Zusätzlich werden die Produkte in Cafés, Mensen, Kantinen und Bäckereifilialen angeboten. https://www.fairtrade-deutschland.de/


followfish

Bildquelle: new-business.de (03.02.2014)

Followfish ist ein Zusammenschluss von nachhaltig wirtschaftenden Fischern und BIO-Fischzüchtern, der sich seit 2007 stets vergrößert.

Der Fokus liegt auf dem Vertrieb von nachhaltig gefangenen oder gezüchteten Fisch- und Meeresprodukten. Mit der Aktion „Folge dem wahren Geschmack“ kann der Kunde mittels eines Tracking-Codes den Weg des Produktes innerhalb der kompletten Wertschöpfungskette verfolgen.

Die Produkte von Followfish gibt es bei zahlreichen deutschen Handelsketten, Supermärkten und Biohändlern, aber auch bei ausgewählten französischen, österreichischen und schweizerischen Händlern.http://www.followfish.de/


gäa

Bildquelle: DIE ZEIT Nr. 38 (11.09.2014)

Die Vereinigung ökologischer Anbau – GÄA e.V. – ist ein Verband von ca. 320 Bauern, der sich seit Ende der 80er Jahre für eine moderne ökologische Landwirtschaft einsetzt. Dabei sind die GÄA Richtlinien eine der strengsten in Deutschland.

Die GÄA Richtlinien beschreiben Anforderungen an die Betriebsführung, dessen Ziel die Erhaltung und Mehrung der Dauerfruchtbarkeit von Böden, Pflanzenarten und Tierrassen ist.Der Endkonsument sieht anhand des GÄA Logos, dass es sich bei dem Erzeuger bzw. Betrieb um eine nachhaltige Erzeugung bzw. Herstellung handelt.

Die GÄA Produkte sind inzwischen bei über 320 Erzeugern, Hersteller und Händlern  in ganz Deutschland und bei einigen qualifizierten italienischen Erzeugern zu erwerben. http://www.gaea.de/


gepa

Bildquelle: Utopia Magazin (02.04.2015)

Seit über 40 Jahren versucht die Organisation GEPA, die aus dem Zusammenschluss von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, dem Hilfswerk MISEREOR und weiteren kirchlichen Organisationen besteht, auf dem Weltmarkt benachteiligte Produzenten in Südländern zu fördern und somit das Kaufverhalten der Konsumenten positiv zu beeinflussen, indem strukturelle Veränderungen im Welthandel angestrebt werden.

Im Fokus stehen vor allem die Zahlung fairer Preise, langfristige Handelsbeziehungen und die Förderung von biologischer Landwirtschaft. Mit diesen Maßnahmen will die GEPA die Lebensbedingungen der Menschen aus den Dritte Welt Ländern verbessern und ihnen dadurch ermöglichen aus eigener Kraft einen angemessenen Lebensunterhalt zu erwirtschaften.

Das GEPA Siegel findet man unter anderem auf folgenden Produkten: Kaffee, Tee, Schokolade und anderen Süßwaren, Honig, Nüsse, Reis, Brotaufstrichen und Wein. http://www.gepa.de/home.html


msc

Bildquelle: Süddeutsche.de (08.02.2012)

Der Marine Stewardship Council wurde 1997 von der Umweltorganisation WWF und dem Lebensmittelkonzern Unilever gegründet. Ziel der Organisation ist es Standards für einen nachhaltigen Fischfang zu garantieren und somit eine Lösung für das globale Problem der Überfischung zu bieten. Seit 1999 ist der MSC von beiden Organisationen unabhängig und wird aus Vertretern von Umweltverbänden, Wissenschaftlern, der Fischwirtschaft, der Industrie und dem Handel verwaltet.

Um die hohen Richtlinien dauerhaft zu gewährleisten, werden die Fischereien durch MSC akkreditierte, unabhängige Unternehmen zertifiziert. Die Kriterien und somit auch die Grundlage für die Siegelvergabe auf den Produkten ist der Erhalt und Wiederherstellung gesunder Fischbestände, sowie der Erhalt des Ökosystems des Meeres. Außerdem müssen die Fischereien lokale, nationale und internationale Gesetze und Richtlinien, als auch die nachhaltige Nutzung von Ressourcen einhalten. Das MSC-Siegel steht für hohe Qualität und strenge Standards. Das Siegel kennzeichnet nur Produkte aus zertifizierten Fischereien. Somit ist für den Verbraucher auf den ersten Blick ersichtlich, dass er verantwortungsbewusst handelt und den nachhaltigen Fischfang unterstützt.

Die Produkte von MSC gibt es bei zahlreichen deutschen Handelsketten, Supermärkten und Fischfachhändlern. Außerdem werden die Produkte des MSC in Restaurants und Cafés angeboten. https://www.msc.org/zertifizierung


naturland

Bildquelle: DIE ZEIT Nr. 38 (11.09.2014)

Die Organisation Naturland wurde im Jahr 1982 von einer Vereinigung aus Wissenschaftlern, Landwirten und Verbrauchern gegründet. Mit derzeit über 2600 Mitgliedsbetrieben in Deutschland gehört Naturland hierzulande zu den wichtigsten Zertifizierungsorganisationen.

Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben den klassischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen, wie z.B. Fleischprodukte und Getreide auch Fisch und beispielsweise Kaffee zu zertifizieren.

Die Mitgliedsbetriebe von Naturland erzeugen nach den Richtlinien des Verbands hochwertige Lebensmittel nach strengen ökologischen Standards. Durch diese Maßnahmen entsteht ein Schutz der Artenvielfalt, der Böden und dem Grundwasser. Mit Hilfe dieser nachhaltigen Wirtschaftsweise wird  der Umwelt- und Klimaschutz aktiv gefördert. Die Richtlinien des Verbandes umfassen ein breites Gebiet. So gehören neben den Richtlinien für Aquakultur, Wildfisch und Waldnutzung auch soziale Richtlinien zum Programm von Naturland.

Die Naturland Produkte sind bei den Erzeugern selbst und bei zahlreichen Händlern und Gastronomen zu erhalten. http://www.naturland.de/de/


neuland

Bildquelle: Utopia Magazin (02.04.2015)

Der Verein „NEULAND – Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung e.V.“ wurde im Jahr 1988 von fünf gesellschaftlichen Verbänden, darunter der Deutsche Tierschutzbund, der Bund für Umwelt und Naturschutz und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft gegründet.

NEULAND wollte sich nicht an die herkömmlichen ökologischen Anbauverbände orientieren, sondern ein völlig neues Konzept entwickeln. Bei diesem Konzept wird ein besonders hoher Wert auf artgerechte Tierhaltung gelegt, um somit eine qualitätsorientierte, tiergerechte und umweltschonende Tierhaltung mit vollständiger Transparenz für den Verbraucher zu gewährleisten.
Diese Richtlinien garantieren dem Verbraucher, dass der Erzeuger beim Herstellungsprozess auf artgerechte und umweltschonende Nutztierhaltung geachtet hat.

Die Produkte von NEULAND können direkt beim Erzeuger erworben werden, außerdem in zahlreichen Fleischerfachgeschäften und in der Gastronomie. http://www.neuland-fleisch.de/


oneworld

Bildquelle: Süddeutsche.de (08.02.2012)

Das One World Siegel wurde von dem Handelsunternehmen Aldi eingeführt. Mit diesem Programm bietet Aldi den Kunden die Möglichkeit, Fairtrade zertifizierte Produkte unter der Eigenmarke One World zu erwerben.

Ziel dieses Programms ist es bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Kleinbauern und Arbeiter in Afrika, Asien und Lateinamerika zu schaffen. Bei der Einführung der Fairglobe Produkte wurde bewusst auf die Zusammenarbeit mit Fairtrade gesetzt. Durch diese Zusammenarbeit entsteht zwischen dem Handelsunternehmen und den Lieferanten sowie den Anbaubetrieben eine langjährige Partnerschaft. Die Richtlinien von Fairtrade beinhalten laufende Kontrollen der Erzeuger, dazu gehören zum Beispiel das Gebrauchsverbot von Pestiziden, Chemikalien und gentechnisch veränderten Saaten, sowie zahlreiche soziale Richtlinien, wie zum Beispiel das Verbot für Zwangs- und Kinderarbeit, was eine Ausbeutung in den Herkunftsländern erschwert.
Mit dem Kauf der One World Produkte, trägt der Verbraucher direkt zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft der ärmeren Regionen der Welt bei.

Die One World Produkte die nach Fairtrade zertifiziert sind, können in nahezu allen Aldi Handelsunternehmen erworben werden.https://www.aldi-sued.de/de/sortiment/produktwelten/fair-gehandelt/


proplanet

Bildquelle: Spiegel Online (08.02.2012)

Das Pro Planet Label wurde von dem Handelsunternehmen REWE eingeführt. REWE bietet seinen Kunden damit Produkte an, die aus ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit entstanden sind.

Bei der Vergabe des Labes setzt sich REWE dafür ein, Probleme in der Wertschöpfungskette zu analysieren und systematisch zu lösen.  Das führt dazu, dass diese Produkte während ihrer Herstellung, Verarbeitung und Verwendung die Umwelt deutlich weniger belasten als andere Produkte.
Die Vergabe des Siegels erfolgt unter strengen Richtlinien und unter Aufsicht eines unabhängigen Beirats.  Durch ein transparentes Verfahren  wird die Nachhaltigkeit der Produkte geprüft und somit die hohen Standards der Produkte gehalten.

Die Pro Planet Produkte können in nahezu allen REWE Handelsunternehmen erworben werden. http://www.proplanet-label.com/


handinhand

Bildquelle: Handelszentrum Süd-West (11.12.2015)

Das Unternehmen Rapunzel verfolgt mit ihrer Hand-in-Hand Kampagne klare ökologische Ziele. Es wird bewusst darauf aufmerksam gemacht, das zu einem umwelt- und sozialverträglichen Produkt weit mehr gehört als nur der kontrollierte biologische Anbau.

Deshalb wird in strengen und aufwendigen Qualitätskontrollen die komplette Entstehungskette eines Produktes kontrolliert. Die Kontrollverfahren beginnen bereits bei den Bauern und führt über die Verarbeitung, Verpackung, und Lagerung bis in die Logistik. Jeder Schritt in der Entstehungskette wird dokumentiert, so ist eine lückenlose Rückverfolgung möglich. Durch den intensiven Kontakt mit den Lieferanten, der persönlichen Überprüfung vor Ort und den regelmäßigen Warenkontrollen  können die hohen Standards eingehalten werden.
Neben den Kontrollen der Waren stehen auch die sozialen Kriterien im Fokus.  So entstehen durch langjährige und verlässliche Lieferantenbeziehungen bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Anbauer und Handelspartner.

Die Hand-in-Hand Produkte sind in allen gängigen, Drogeriemärkten und Reformhäusern erhältlich. Zusätzlich werden die Produkte in Cafés und Bäckereifilialen angeboten. http://www.rapunzel.de/fairtrade-hand-in-hand.html


utz

Bildquelle: Utopia Magazin (02.04.2015)

Das UTZ-Programm wurde in den 90er Jahren von zwei Geschäftspartnern, einem Kaffeebauer und einem Kaffeeröster ins Leben gerufen. Die Idee für das UTZ-Programm entstand, nachdem die Partner den damaligen Kaffemarkt bezüglich dessen Einschränkungen und zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Zertifizierungen analysiert hatten.

Durch die zwei verschiedene Sichtweisen der Geschäftspartner wurden unterschiedliche, aber kombinierbare Zielvorstellungen geschaffen. Der Kaffeebauer investierte nicht nur in den Anbau, sondern legte großen Wert auf soziale Richtlinien und den Schutz der Umwelt. Der Kafferöster untersuchte den Verbrauchermarkt und stellte fest, dass nur ein geringer Anteil seiner Kunden zertifizierte Produkte kauften. Dieses Verbraucherverhalten der Konsumenten wollte er verändern, indem er durch ein neues Zertifizierungsverfahren nachhaltige Produkte anbot.

Das UTZ-Siegel wird nur Produkten vergeben, die die strengen Anforderungen und Kontrollen bestehen. Die Betriebe, die sich für dieses Siegel bewerben, werden von unabhängigen Dritten nach UTZ-Standard zertifiziert. Dieser Standard steht für eine gute Qualität von Anbaumethoden und Management in der Landwirtschaft, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen, keine Kinderarbeit und die Schonung der Umwelt. Durch die vollständige Transparenz der UTZ-Produkte ist die Qualität dauerhaft hoch.

Die Produkte mit dem UTZ-Siegel gibt es bei zahlreichen deutschen Handelsketten, Supermärkten und Reformhäuser. Außerdem werden die Produkte in Bäckereien und Cafés angeboten. https://www.utzcertified.org/de

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