Nachhaltiger Einkauf

Wasserstoffautos

Eine Alternative für Benzin und Diesel ist das Wasserstoffauto. Der hochentzündliche Wasserstoff wird durch chemische Verfahren wie die Dampfreformierung von Erdgas oder der Vergasung von Biomasse hergestellt und kann gasförmig oder flüssig in Tanks innerhalb eines Fahrzeugs transportiert werden.

Als Verbrennungsprodukt entsteht bei einem Wasserstoffauto nur Wasserdampf, keine Abgase. Außerdem erreichen Wasserstoffverbrennungsmotoren einen Wirkungsgrad von bis zu 45% (Benzinmotoren max. 25%) und Wasserstoff ist in unendlichen Mengen vorhanden. Bei richtiger Handhabung ist Wasserstoff auch nicht gefährlicher als Benzin, da Brände direkt am Tank sehr selten sind. Und wenn es tatsächlich zu einem Brand infolge eines Unfalls kommt, hat sich der Wasserstoff meist zuvor durch ein leck verflüchtigt. Der große Nachteil ist momentan, das es keine flächendeckende Versorgung mit Wasserstoff gibt.

Quelle: http://alternative-kraftstoffe.com/alternative-kraftstoffe/wasserstoff-auto/

Denn wer heute schon mit einem Wasserstoff- bzw. Brennstoffzellenauto durch Deutschland reisen will, der muss seine Fahrt sorgfältig planen um nicht zu stranden. Aktuell sind nur 19 Wasserstoff-Zapfsäulen verfügbar, und diese konzentrieren sich auf die Ballungszentren wie Berlin oder München. Im Oktober 2015 jedoch haben die Partner Total, Shell, OMV, Air Liquide, Linde und Daimler das Gemeinschaftsunternehmen H2 Mobility gegründet, um mit Investitionen von ca. 400 Millionen Euro den Bestand an Wasserstoff-Tankstellen bis zum Jahr 2023 auf 400 zu erhöhen und Deutschland somit zum ersten Land mit flächendeckendem Netz an H2O-Stationen zu machen.

Quelle: Automobilwoche, Die Branchen und Wirtschaftszeitung, Ausgabe 25 vom 30. November 2015 S. 4

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten für Wasserstoffantrieb. Bei der ersten Möglichkeit wird Wasserstoff im Kolben verbrannt, ähnlich wie beim Verbrennungsmotor Benzin oder Diesel.

Die andere Möglichkeit besteht aus der kalten Verbrennung in einer Brennstoffzelle. Dabei strömen Wasserstoff und Luftsauerstoff an beiden Seiten einer Kunststoffmembran entlang, wobei die Membran nur für die Kerne von Wasserstoffatomen (Protonen) durchlässig ist. Um zum Sauerstoff zu gelangen lassen die Wasserstoffatome ihre Elektronen an einer Elektrode zurück. Diese nehmen dann den Weg über elektrische Leitungen und treiben dabei einen Elektromotor an. Sind der Sauerstoff, die Protonen und die Elektronen dann vereint, entsteht Wasser.

Quelle: http://www.wissen.de/wasserstoffantrieb

Bislang sind auf dem Markt nur der Hyundai ix35 Fuel Cell und der Toyota Mirai als Brennstoffzellen-Fahrzeuge erhältlich.

Aber auch bei den deutschen Automobilherstellern konkretisieren sich die Pläne für Brennstoffzellen-Autos. Mercedes will 2017 als erstes Serienfahrzeug eine Variante des auf der C-Klasse basierenden SUV’s GLC mit der Technologie auf den Markt bringen. Geplant ist dabei eine Reichweite von 500 bis 600 Kilometer und die Brennstoffzelle kommt aus eigener Fertigung in Vancouver (Kanada).

Beim VW-Konzern hat der Abgas-Skandal für ein Umdenken gesorgt und einen konsequenttere Elektrifizierung der Flotte wird angestrebt. Anfang 2015 hat Audi vom Spezialisten für Brennstoffzellen Ballard Power Systems ein Paket an Patenten erworben, um die Technologie für den gesamten Konzern voranzubringen. Der Audi A7 h-tron ist bereits relativ nah an der Marktreife.

BMW hat in Kooperation mit Toyota bereits ein innovatives Antriebskonzept mit neuem Betankungssystem und Carbon-ummanteltem Wasserstoffspeicher vorgestellt. Den sauberen Antrieb hat BMW sowohl im i8 als auch in einer Testflotte von zehn 5er GT verbaut.

Quelle: Automobilwoche, Die Branchen und Wirtschaftszeitung, Ausgabe 25 vom 30. November 2015, S. 4-5

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