{"id":5240,"date":"2017-02-17T21:34:51","date_gmt":"2017-02-17T20:34:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachhaltiger-einkauf.de\/wordpress\/?page_id=5240"},"modified":"2021-02-25T00:14:11","modified_gmt":"2021-02-24T23:14:11","slug":"nachhaltiger-kaffee-4","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.nachhaltiger-einkauf.de\/wordpress\/nachhaltiger-kaffee-4","title":{"rendered":"Nachhaltiger Kaffee &#8211; Nachhaltiger Genuss?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kaffee ist das Lieblingsgetr\u00e4nk von uns Deutschen. 2016 trank jeder Deutsche im Schnitt 162 Liter Kaffee, das sind 20 Liter mehr als der Konsum von Mineralwasser. Dabei ist vor allem Filterkaffe mit Abstand der beliebteste. Kaffeebohnen, Espresso und Kaffepads- und kapseln bilden dabei eher einen geringeren Marktanteil. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Kaffeeanbau<\/strong><\/p>\n<p>Die empfindlichen Kaffeepflanzen werden in \u00fcber 80 L\u00e4ndern in \u00c4quatorn\u00e4he angebaut. Wichtig f\u00fcr eine solche Pflanze ist ein reichhaltiger Boden, Wasser und viel W\u00e4rme, allerdings vertragen sie dabei keine zu extreme Sonne. Vorsicht ist dabei bei Frost und Wind geboten, denn diese schaden den Pflanzen. Auf den Kaffeeplantagen werden die bis zu 15 Meter hohen Kaffeeb\u00e4ume auf wenige Meter gestutzt, damit die Bohnen leichter gepfl\u00fcckt werden k\u00f6nnen. Der meiste Rohkaffee stammt dabei aus Brasilien, Vietnam und Honduras.<br \/>\nRund 25 Millionen Kleinbauern verdienen ihren Unterhalt mit dem Anbau von Kaffee. Dabei fehlt es vielen allerdings an notwendigem Wissen, wie sie ihre Ertr\u00e4ge steigern k\u00f6nnen und die Kaffeebohnen zu einem guten Preis verkaufen k\u00f6nnen. Ein Problem f\u00fcr diese Bauern ist dabei der zunehmende Klimawandel. Dieser sorgt oft f\u00fcr Ernteausf\u00e4lle und stark schwankenden Kaffeepreisen. Viele Bauen bangen gerade dann um ihre Existenz, wenn der Kaffeepreis in den Keller sinkt. Um die Bauern zu unterst\u00fctzen gibt es einige Kaffeeanbieter, die ihnen Hilfe anbieten.<br \/>\nSie als Verbraucher k\u00f6nnen dabei einen Teil dazu beitragen, indem Sie zu Kaffeeprodukten mit Nachhaltigkeitssiegeln greifen.<\/p>\n<p><strong>Anbieter von Kaffee<\/strong><\/p>\n<p>In einem Nachhaltigkeitscheck wurden 17 Anbieter von Kaffee getestet. Diese 17 Anbieter hei\u00dfen: Rapunzel, GEPA, Lebensbaum, ALNATURA, Aldi S\u00fcd, illy, Tschibo Eduscho, McDonald\u00b4s, Aldi(Nord), Lidl, Starbucks, Segafredo, Wertform Biospur, Dallmayr, Lavazza, Melitta und Balzac Coffee.<br \/>\nSchwachpunkte<br \/>\nDer gr\u00f6\u00dfte Schwachpunkt der Anbieter liegt in den Kontrollen. Besonders hoch ist das Engagement bei Gepa, Rapunzel sowie bei Lebensbaum. F\u00fcr diese Unternehmen ist die Basis ihrer Philosophie die Nachhaltigkeit, welche auch belegt werden kann. Der Kaffee von ihnen stammt meist aus Tansania oder Indien.<\/p>\n<p><strong>Starbucks<\/strong><\/p>\n<p>Seit 2010 bietet Starbucks fairtradezertifizierte Espressogetr\u00e4nke an und ist ein gro\u00dfer H\u00e4ndler von fairem Kaffee. Starbucks verf\u00fcgt auch \u00fcber ein starkes Nachhaltigkeitsprogramm f\u00fcr Kaffee-Lieferanten.<\/p>\n<p><strong>Die gr\u00f6\u00dften Produzenten von Rohkaffee<\/strong><\/p>\n<p>Der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Kaffee-Produzent ist Brasilien mit gesch\u00e4tzt 52,1 Mio. S\u00e4cke (60 kg je Sack) (Stand 2017\/2018) gefolgt von Asien und Ozeanien mit 51,8 Mio. S\u00e4cken und Kolumbien mit 14,6 Mio. S\u00e4cken<\/p>\n<p><strong>Die Konsumenten<\/strong><\/p>\n<p>Die USA und Brasilien konsumieren jeweils \u00fcber 1300 Tausend Tonnen Kaffee, damit stehen sie auf Platz eins und zwei. Auf Platz drei und vier folgen Deutschland mit 610 Tausend Tonnen und Japan mit 495 Tausend Tonnen.<\/p>\n<p><strong>Maschinen statt Erntehelfer<\/strong><\/p>\n<p>Immer weiter auf dem Vormarsch, ist im Land des gr\u00f6\u00dften Produzenten von Kaffee, die Maschine als Ersatz f\u00fcr die Erntehelfer. Sie erreicht Kapazit\u00e4ten in einer Stunde, wie 70 Mann an einem Tag. Die Saisonarbeiter bekommen pro 20 Kilo zwischen 1,50 und 3 Real, was weniger als ein Euro entspricht.<\/p>\n<p><strong>Der Kaffeepreis<\/strong><\/p>\n<p>Der Kaffeepreis unterliegt starken Schwankungen, da er an der B\u00f6rse gehandelt wird. So lag das Pfund Kaffee im Juli 2017 bei 1,36 US$. Der Fairtrade-Mindestpreis f\u00fcr Arabica liegt bei 1,40 US$.<\/p>\n<p><strong>Die Erntehelfer <\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr viele Erntehelfer sichern die drei Monate Ernte das Haupteinkommen im Jahr. Allerdings bleiben ohne Kontrollen gro\u00dfe Missst\u00e4nde unentdeckt. Es gibt Plantagenbesitzer, die ihre Arbeiter wie Sklaven halten. Da sie bei den Plantagenbesitzern oft verschuldet sind, haben sie keine M\u00f6glichkeit zu fliehen. Die NGO Walk Free sch\u00e4tzt, dass brasilienweit ca. 155.000 Menschen von Sklaven \u00e4hnlichen Bedingungen betroffen sind. Aus diesem Grund ist es extrem wichtig, dass die Kaffeeanbieter wissen, woher ihr Kaffee stammt.<\/p>\n<p><strong>Kaffeesiegel<\/strong><\/p>\n<p>Zu den gr\u00f6\u00dften Zertifizierer von Kaffee geh\u00f6ren die brancheninitiative 4C, Starbucks (C.A.F.E. Practices), Nespresso (AAA), die Lableorganisationen Fairtrade, Rainforest Allince und Utz.<\/p>\n<p>Durch eine \u00dcberproduktion von Kaffee im Jahre 2001, kam es zu einer neuen Denkweise. Hierdurch ist das Verbraucherbewusstsein f\u00fcr schwankende Kaffeepreise gestiegen.<\/p>\n<p>Der bedeutendste Standard, wenn es nach der Menge geht, ist der Branchenriese 4C. Er steht f\u00fcr Code fort he Coffee Community. Hinter ihm stehen Firmen wie Tchibo, weshalb der Anteil in k\u00fcrzester Zeit rasant anstieg. Es handelt sich hierbei um ein Einstiegsprogramm f\u00fcr Bauern, um den Anbau nachhaltiger zu gestalten. Die Mitglieder verpflichten sich, Kinder- und Zwangsarbeit zu \u00e4chten, ebenso wie verbotene Chemikalien.<br \/>\nLeider ist die Nachfrage bisher noch relativ gering. Nur ein Viertel des zertifizierten Kaffees wird als solcher verkauft. Der Rest geht zu normalem Preis und ohne Siegel in den Handel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellen: Zeitschrift Stiftung Warentest 12\/2016<\/p>\n<p>Stiftung Warentest. FAQ Kaffe-und Kaffeemaschinen. Ihre Fragen, unsere Anwtorten<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.test.de\/FAQ-Kaffee-und-Kaffeemaschinen-Ihre-Fragen-unsere-Antworten-4933652-0\/#question-0\">https:\/\/www.test.de\/FAQ-Kaffee-und-Kaffeemaschinen-Ihre-Fragen-unsere-Antworten-4933652-0\/#question-0<\/a>&nbsp; (ACHTUNG: LINKS NICHT ALS LINKS!!!)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Procafe \u2013 Statistiken. Statistische Angaben \u00fcber Kaffee aus dem Jahre 2017<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.procafe.ch\/statistiken\/\">https:\/\/www.procafe.ch\/statistiken\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>B\u00f6rse Online: Kaffee<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.boerse-online.de\/rohstoffe\/kaffeepreis\">http:\/\/www.boerse-online.de\/rohstoffe\/kaffeepreis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaffee ist das Lieblingsgetr\u00e4nk von uns Deutschen. 2016 trank jeder Deutsche im Schnitt 162 Liter Kaffee, das sind 20 Liter mehr als der Konsum von Mineralwasser. Dabei ist vor allem Filterkaffe mit Abstand der beliebteste. 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